„Bei den Senioren läuft das etwas anders"

Gerda Kux-Sieberath und Anne Stiewe (SV DJK Holzbüttgen) haben die Deutsche Mannschaftmeisterschaft der Seniorinnen 60 gewonnen. Ein Gespräch über die WM-Teilnahme in Finnland und feucht-fröhliche Turnierabende.

Herzlichen Glückwunsch zur Deutschen Meisterschaft. Was war wichtig, um das Turnier zu gewinnen?
Gerda Kux-Sieberath: „Von Beginn an den Mut für das eigene Angriffsspiel zu haben, damit man selbstbewusst startet. Und etwas Glück war dabei, denn eine Favoritin fehlte verletzt.
Anne Stiewe: „Wir haben als Team gut funktioniert. Gerdas Erfahrung hat auch mir Sicherheit gegeben.

Erfahrung steht bei Seniorinnen 60 auf beiden Seiten vom Tisch. Wie groß ist der Faktor „Fitness"?
Kux-Sieberath: „Wir haben unsere Gruppenspiele ziemlich klar gewonnen. Darum hatten wir im Finale mehr Power, als die Gegner aus der anderen Gruppe.
Stiewe: „Unsere kurze Anreise nach Erkelenz war dabei ein großer Vorteil.

Und nach dem ersten Turniertag ging es dann früh ins Bett?
Stiewe: (Gelächter) Naja, bei den Senioren läuft das etwas anders. Wir waren beim bunten Abend vom TV Erkelenz. Es gab das ein oder andere Bierchen, ein Sektchen gab es auch. Aber morgens am Tisch waren wir wieder fit."

Wie viel Training investieren Sie, um Ihr Niveau zu halten?
Kux-Sieberath: „Etwa zwei Mal die Woche bin ich in der Halle. Systemtraining mache ich nicht mehr. Übungen sind schon eher eine Seltenheit, meine Schläge müssen kommen.

Vergangenes Jahr sind Sie mit Monika Kneip Vize-Weltmeisterin in Kanada geworden. Gerda. Warum nehmen Sie solche Reisen mit 61 noch auf sich?
Kux-Sieberath: „Das macht einfach Spaß. Beim Tischtennis kann ich mich gut abreagieren. Nur auf der Couch sitzen, ist nichts für mich. Das ist der Vorteil vom Tischtennis: das kann man auch mit 80 noch spielen."

Am Wochenende fahren Sie zur Senioren-WM in Finnland. Was ist das Ziel?
Kux-Sieberath: „Meine Partnerin Monika Kneip spielt leider nicht mehr, die Konkurrenz hingegen ist noch stärker. Die Gruppe zu überstehen, das wäre schön. Ich verkaufe mich so teuer, wie möglich."
Stiewe: „Und nächstes Jahr greifen wir beide wieder an. Da spielen Gerda und ich die WM in Alicante, in meinem neuen Heimtaland Spanien."

Das Interview führte Jessica Balleer.

(RP vom 16.09.2014) (Von Andre Piel) Während andere Vereine feiern und sich feiern lassen, hat sich der TTC Hardt-Venn anlässlich seines 60-jährigen Bestehens Arbeit aufgehalst. Denn die Hardter haben sich ganz freiwillig als Durchführer der Tischtennis-Kreismeisterschaften engagiert. In der Dreifach-Turnhalle am Karrenweg fanden sich an den drei Turniertagen 360 Teilnehmer ein; eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr (270).

"Der hohe Zuspruch freut uns besonders, auch wenn es natürlich viel Arbeit bedeutete", sagte der Hardter Vorsitzende Ulrich Jopen. "Es hat aber fast alles reibungslos und gut geklappt." Nur am Freitag gab es einige Schwierigkeiten mit der erstmals eingesetzten Turniersoftware. Die letzten Spiele waren erst gegen ein Uhr am Morgen beendet, was aber vor allem daran lag, dass viele Teilnehmer da waren und einige Spiele sich in die Länge zogen. Entsprechend lobend äußerte sich auch der im Mai neu gewählte 1. Vorsitzende des Tischtennis-Kreises Mönchengladbach, Klaus Taplick: "Der TTC Hardt-Venn hat mit einer nahezu perfekten Organisation ein tolles Turnier durchgeführt." Aus sportlicher Sicht hatte sich Hardt-Venn, einer der kleineren Vereine im Kreis, wenig ausgerechnet. Immerhin brachte es Richard Hartkopf, Spitzenspieler des Kreisligateams, zu einem Titel und einer weiteren tollen Platzierung. Er gewann in der Senioren-40-Konkurrenz die Titel im Einzel und Doppel. Fast schon sensationell spielte sich Hartkopf ins Halbfinale der Herren-A-Konkurrenz. Hier bot er dem Vorjahressieger Frank Picken (TV Erkelenz) in einem sehenswerten Match lange Paroli und zog nur ganz knapp mit 1:3-Sätzen den Kürzeren. Picken unterlag in einer Neuauflage des Vorjahresendspiels gegen Nachwuchstalent Balasz Hutter, der für den ASV Süchteln in der Oberliga spielt. Mit Dominik Maaßen sicherte sich Hutter auch den Titel im Doppel. Seriensiegerin Stephanie Küppers (TuS Wickrath), scheiterte diesmal im Halbfinale der Damen-A-Konkurrenz. In einem engen Match unterlag sie in fünf Sätzen gegen Vereinskollegin Sandra Förster. Die stand dann wenig später nach ihrem 3:0-Erfolg im Endspiel gegen Alla Gorbenko (DJK Rheydt) erstmals ganz oben auf dem Siegerpodest. Die Mehrzahl der Teilnehmer (210) meldeten übrigens für die Nachwuchsklassen. Die Vielzahl der Vereine, die Sieger und Platzierte hatten, zeigt die engagierte Arbeit im Kreis Mönchengladbach.

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